Liebe Besucherin, lieber Besucher,

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in Deutschland ist die Altersgruppe der über 60-Jährigen der Hauptabnehmer von Medikamenten. Die meisten von ihnen nehmen regelmäßig Medikamente ein, und zwar sehr häufig mehrere verschiedene Präparate. Dies ist sowohl für den Patienten als auch für die behandelnden Ärzte eine Herausforderung: Patienten müssen den Überblick darüber behalten, welches Präparat sie wann und in welcher Dosierung einnehmen sollen. Der Arzt muss bei jeder einzelnen Verordnung die Risiken möglicher Nebenwirkungen abwägen und dabei die gesamte Medikation im Blick behalten, da Wechselwirkungen mit den anderen Arzneistoffen, die eingenommen werden, auftreten können. Zudem gibt es Wirkstoffe, die bei bestimmten Vorerkrankungen und für ältere Menschen nicht geeignet sind.

beipackzettelUm die Sicherheit bei der Verordnung von Arzneimitteln zur Behandlung älterer Menschen zu erhöhen, haben Wissenschaftler die Medikation alterstypischer Erkrankungen unter die Lupe genommen. Es wurden verschiedene Listen mit Wirkstoffen erarbeitet, die für ältere Menschen bedenklich sein können, und z. T. Alternativen aufgeführt. So führt die sogenannte PRISCUS-Liste jene Wirkstoffe auf, die für ältere Menschen potenziell ungeeignet sind. Die FORTA-Liste stuft Arzneimittel entsprechend ihrem Nutzen-Risiko-Verhältnis in 4 Kategorien ein. Diese Übersichten bieten Ärzten bei der medikamentösen Versorgung ihrer älteren Patienten eine wichtige Orientierungshilfe.

Auf dieser Website der Deutschen Seniorenliga e.V. informieren wir Sie über die verschiedenen Aspekte der Therapiesicherheit und gehen dabei auf die besonderen Risiken für ältere Patienten ein. Im Fokus stehen dabei einige der typischen Erkrankungen und Beschwerden im Alter, zu denen wir in Anlehnung an die PRISCUS-Liste medikamentöse Therapien sowie weitere Therapiemöglichkeiten aufführen.

Außerdem möchten wir deutlich machen, dass Therapiesicherheit nicht ausschließlich von der Wahl der passenden Medikamente abhängt. Ebenso wichtig sind der Austausch von Informationen und die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Patient und Arzt. Wenn wir dies beherzigen, können alle dazu beitragen, die Risiken zu minimieren und die Sicherheit der Therapie zu erhöhen.

Broschüre zum Thema
medikamente gr

Mit dieser Broschüre informieren wir Sie über die verschiedenen Aspekte der Therapiesicherheit und gehen dabei auf die besonderen Risiken für ältere Patienten ein.

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Aktuelle Pressemeldung

Multimedikation im Alter – Gefahr von Nebenwirkungen nicht unterschätzen

Bonn, 05.10.18 Etwa 30 bis 40 Prozent aller Bundesbürger, die älter als 65 sind, nehmen täglich mindestens 4 Arzneimittel ein. Ab 75 Jahren nimmt jeder Dritte sogar mehr als 8 Arzneimittel ein. Eine neue Broschüre der Deutschen Seniorenliga erläutert, welche Risiken die Multimedikation insbesondere für ältere Patienten mit sich bringt. Der Ratgeber erklärt leicht verständlich, was Ärzte und Patienten gemeinsam tun können, damit die Therapie nicht nur wirksam sondern auch sicherer wird.

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Neben- und Wechselwirkungen vermeiden

Prof. Sieber PortraitAuf dieser Website und in der Broschüre erklären wir, was eine sichere Arzneimittelversorgung für Sie bedeutet und warum bei älteren Patienten die Risiken von Neben- und Wechselwirkungen dabei eine große Rolle spielen."
Professor Dr. med. Cornel Sieber
Direktor des Instituts für Biomedizin des Alterns
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg